Es
ist März und die Temperaturen steigen. Die heiße Zeit, die viel Energie
und oft auch Freude kostet, liegt vor uns. Hoffentlich fängt es dieses
Jahr bereits im April an zu regnen...
Hinter uns liegt eine sehr besondere Zeit mit Danilos Schwester
Lydia, ihrem Mann Sebastian und ihren vier Kids. Wir konnten ihnen viel
von unserem Leben hier zeigen, haben Alltag mit ihnen verbracht und sie
haben uns bei vielem im Haus und Hof geholfen und unterstützt – z.B.
haben sie eine neue Matschküche für unsere Mädels im Hof mit fließendem
Wasser gebaut. Zoe, Mia und Lena lieben sie und spielen ausgiebig damit.
Sebastian hat sich auch mit seinen praktischen Fähigkeiten bei PCL
(People for Care and Learning – Menschen für Fürsorge und Bildung)
eingebracht. Er wurde sehr geschätzt. In den Wochen nachdem sie bereits
abgereist waren, haben PCL-Mitarbeiter immer wieder bei Danilo
nachgefragt, wie es ihnen geht und mitgeteilt, dass sie sehr dankbar
sind für Sebastians praktische Hilfe. Sie haben aber auch beobachten
können, was für eine gute Beziehung er mit seinen Kindern hat. Das ist
hier in Kambodscha leider nicht so häufig, dass sich auch Väter um die
Kinder kümmern und so konnten sie als Familie ganz natürlich und obwohl
sie kein Khmer sprechen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Unsere Mädels waren sehr traurig als sie wieder abreisten und zählen
nun die Monate bis wir im Juli nach Deutschland fliegen – dieses Jahr
nur für einen Urlaub, nicht für einen längeren Heimataufenthalt.
Wenn ihr uns also auch einmal besuchen möchtet - es müssen ja keine fünf Wochen sein, wie bei Lydia & Sebastian - kommt gerne vorbei! 😊
Wenn ihr uns also auch einmal besuchen möchtet - es müssen ja keine fünf Wochen sein, wie bei Lydia & Sebastian - kommt gerne vorbei! 😊
Danilo
ist nun seit Anfang des Jahres allein verantwortlich für einzelne
Bereiche im PCL-Finanzbüro. Leider ging es sehr turbulent los. Zwei
Probleme mussten bearbeitet werden und haben sehr viel Zeit, Kraft und
Nerven gekostet. Dankbar sind wir, dass sie gelöst werden konnten und
dass er langsam mehr Routine bekommt. Sein Vorgänger aus Singapur stand
für Fragen auch weiterhin aus der Ferne zur Verfügung, was sehr
hilfreich war. Wir hoffen, dass sich Danilos Arbeitspensum normalisiert,
sodass er Zeit hat, um ein regelmäßiges Teammeeting mit den
kambodschanischen Finanzverantwortlichen der verschiedenen Projekte zu
starten und wir auch wieder einen Ehekurs anbieten können.
Wir haben nun begonnen die ersten Kapitel des Ehekurses
zu überarbeiten. Das erste Feedback des Ehepaares, die in Phnom Penh
wohnen und unsere Ansprechpartner vom Herausgeber sind, war sehr
ermutigend. Nun müssen wir es noch mehr priorisieren, dass es
realistisch ist, im Sommer mit der Überarbeitung fertig zu sein.
Auch Hannas
Jahr begann mit einem Hochstart. Da sie durch den Ehekurs und den
darauffolgenden Physiotherapieeinsatz nur wenig Zeit hatte, um Leute zu besuchen,
war sie am Anfang des Jahres viel unterwegs, um bei Freunden und
Bekannten vorbei zu schauen. Lena ist nun groß genug, dass man sie gut
mitnehmen kann. Sie freut sich an allen Tieren, die sie entdeckt und
während Hanna sich unterhält, schaut sie auch gerne auf Mamas Schoß ein
paar Bücher an. Das ermöglicht Danilo nun vermehrt auch vormittags arbeiten zu können, statt sich um Lena zu kümmern.
In den vergangenen Wochen konnten wir mit zwei Männern, die schwer behindert sind und deren Ehefrauen grillen und hatten ein Gespräch mit einem Paar, was überlegte, ihr Baby abzutreiben. Hanna konnte eine junge Mutter besuchen, die ihr Neugeborenes ganz ohne Unterstützung versorgt und zeigte ihr, wie man Windeln richtig anzieht und wie man Babys bei Bauchweh helfen kann. Außerdem besuchte Hanna eine Frau, die eine Fehlgeburt hatte. Da Hanna selbst drei Fehlgeburten hatte, kann sie gut nachvollziehen, wie sie sich fühlt.
In den vergangenen Wochen konnten wir mit zwei Männern, die schwer behindert sind und deren Ehefrauen grillen und hatten ein Gespräch mit einem Paar, was überlegte, ihr Baby abzutreiben. Hanna konnte eine junge Mutter besuchen, die ihr Neugeborenes ganz ohne Unterstützung versorgt und zeigte ihr, wie man Windeln richtig anzieht und wie man Babys bei Bauchweh helfen kann. Außerdem besuchte Hanna eine Frau, die eine Fehlgeburt hatte. Da Hanna selbst drei Fehlgeburten hatte, kann sie gut nachvollziehen, wie sie sich fühlt.
Wir
freuen uns mit Wichal’s Familie, dass sie endlich keine Schulden mehr
an die Bank zurückzahlen müssen. Hanna hat nun mit der Mutter
besprochen, wie sie ihre Finanzen planen und ihre Ausgaben strukturieren
kann.
Für die Enkelin von Sawie versucht Hanna einen besseren Arbeitsplatz zu finden. Als ihre Mutter aufhörte im Biergarten zu arbeiten und als Küchenhilfe anfing, begann die 16-jährige Tochter, an diesem furchtbaren Ort zu arbeiten. In kambodschanischen Biergärten suchen sich Männer eine dort angestellte Frau aus, um mit ihr Bier zu trinken. Je mehr Bier die Männer trinken, animiert durch die Frauen, die kräftig mittrinken, umso mehr Geld verdienen sie. Nicht selten werden die Frauen anschließend noch mitgenommen, für intime Gefälligkeiten. Zeitweise wollte Sawies Enkelin dort nicht mehr arbeiten und war offen für eine Alternative. Aber seitdem Hanna einige Optionen für sie ausfindig machen konnte, ist sie leider wieder total verschlossen und überhaupt nicht interessiert an einem Arbeitsplatzwechsel.
Für die Enkelin von Sawie versucht Hanna einen besseren Arbeitsplatz zu finden. Als ihre Mutter aufhörte im Biergarten zu arbeiten und als Küchenhilfe anfing, begann die 16-jährige Tochter, an diesem furchtbaren Ort zu arbeiten. In kambodschanischen Biergärten suchen sich Männer eine dort angestellte Frau aus, um mit ihr Bier zu trinken. Je mehr Bier die Männer trinken, animiert durch die Frauen, die kräftig mittrinken, umso mehr Geld verdienen sie. Nicht selten werden die Frauen anschließend noch mitgenommen, für intime Gefälligkeiten. Zeitweise wollte Sawies Enkelin dort nicht mehr arbeiten und war offen für eine Alternative. Aber seitdem Hanna einige Optionen für sie ausfindig machen konnte, ist sie leider wieder total verschlossen und überhaupt nicht interessiert an einem Arbeitsplatzwechsel.
Die Elterngruppe,
die Hanna seit Beginn dieses Jahres jeden Dienstag leitet, ist eine
große Hilfe für die Frauen, die sonst sehr isoliert oder zu beschäftigt
sind, für tiefgründige Gespräche. Besonders bei den Kambodschanerinnen
sind tiefe und offene Beziehungen gewachsen. Sie fordern sich heraus und
ermutigen sich gegenseitig. Es entstehen tiefe, ehrliche
Freundschaften. Das bereitet Hanna viel Freude. Genial ist auch, dass
sich im Februar viele unterschiedliche Frauen ausprobiert haben, ein
Treffen zu leiten.
Im Team unserer sendenden Organisation
hier in Siem Reap ist es gerade ziemlich ruhig. Jiyoung ist im
Heimataufenthalt in Südkorea. Deshalb bringt Hanna einmal im Monat das vorbereitete
Material zu den Frauen, die Halsketten herstellen, holt die
hergestellten Ketten ab und bezahlt sie für ihre Arbeit. Jiyoung plant
Ende Mai zurück zu kommen. Anfang Mai wird Valeria zu unserem Team dazu
stoßen. Vor 10 Jahren waren wir neue Mitarbeiter, sie leitete Bridge of
Hope und half uns beim Einleben und Einarbeiten. Nun wird sie nach
langer Zeit in Brasilien zurückkehren und wir werden ihre Teamleiter
sein. Eine interessante Konstellation. Sie ist Ende fünfzig und hat ein
ausgesprochen brasilianisch, dominantes Temperament. 😊 Wir hoffen, dass
sie einen guten Start hat und dass wir ihr dabei behilflich sein können gut in diesem neuen
Lebensabschnitt anzukommen.
Im Mai planen wir, uns das nächste Mal zu melden.
Bis dahin herzliche Grüße und ein gutes Osterfest,
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia
& Lena





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