Freitag, 29. März 2024

Neuigkeiten im März...

 
 
Es ist März und die Temperaturen steigen. Die heiße Zeit, die viel Energie und oft auch Freude kostet, liegt vor uns. Hoffentlich fängt es dieses Jahr bereits im April an zu regnen...
 
Hinter uns liegt eine sehr besondere Zeit mit Danilos Schwester Lydia, ihrem Mann Sebastian und ihren vier Kids. Wir konnten ihnen viel von unserem Leben hier zeigen, haben Alltag mit ihnen verbracht und sie haben uns bei vielem im Haus und Hof geholfen und unterstützt – z.B. haben sie eine neue Matschküche für unsere Mädels im Hof mit fließendem Wasser gebaut. Zoe, Mia und Lena lieben sie und spielen ausgiebig damit. Sebastian hat sich auch mit seinen praktischen Fähigkeiten bei PCL (People for Care and Learning – Menschen für Fürsorge und Bildung) eingebracht. Er wurde sehr geschätzt. In den Wochen nachdem sie bereits abgereist waren, haben PCL-Mitarbeiter immer wieder bei Danilo nachgefragt, wie es ihnen geht und mitgeteilt, dass sie sehr dankbar sind für Sebastians praktische Hilfe. Sie haben aber auch beobachten können, was für eine gute Beziehung er mit seinen Kindern hat. Das ist hier in Kambodscha leider nicht so häufig, dass sich auch Väter um die Kinder kümmern und so konnten sie als Familie ganz natürlich und obwohl sie kein Khmer sprechen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Unsere Mädels waren sehr traurig als sie wieder abreisten und zählen nun die Monate bis wir im Juli nach Deutschland fliegen – dieses Jahr nur für einen Urlaub, nicht für einen längeren Heimataufenthalt.
Wenn ihr uns also auch einmal besuchen möchtet - es müssen ja keine fünf Wochen sein, wie bei Lydia & Sebastian - kommt gerne vorbei! 😊
 
Mit Lydia, Sebastian & den Kids am Strand
 
Danilo ist nun seit Anfang des Jahres allein verantwortlich für einzelne Bereiche im PCL-Finanzbüro. Leider ging es sehr turbulent los. Zwei Probleme mussten bearbeitet werden und haben sehr viel Zeit, Kraft und Nerven gekostet. Dankbar sind wir, dass sie gelöst werden konnten und dass er langsam mehr Routine bekommt. Sein Vorgänger aus Singapur stand für Fragen auch weiterhin aus der Ferne zur Verfügung, was sehr hilfreich war. Wir hoffen, dass sich Danilos Arbeitspensum normalisiert, sodass er Zeit hat, um ein regelmäßiges Teammeeting mit den kambodschanischen Finanzverantwortlichen der verschiedenen Projekte zu starten und wir auch wieder einen Ehekurs anbieten können.
 
Danilos neuer Arbeitsplatz im PCL-Büro
 
Wir haben nun begonnen die ersten Kapitel des Ehekurses zu überarbeiten. Das erste Feedback des Ehepaares, die in Phnom Penh wohnen und unsere Ansprechpartner vom Herausgeber sind, war sehr ermutigend. Nun müssen wir es noch mehr priorisieren, dass es realistisch ist, im Sommer mit der Überarbeitung fertig zu sein.
 
Auch Hannas Jahr begann mit einem Hochstart. Da sie durch den Ehekurs und den darauffolgenden Physiotherapieeinsatz nur wenig Zeit hatte, um Leute zu besuchen, war sie am Anfang des Jahres viel unterwegs, um bei Freunden und Bekannten vorbei zu schauen. Lena ist nun groß genug, dass man sie gut mitnehmen kann. Sie freut sich an allen Tieren, die sie entdeckt und während Hanna sich unterhält, schaut sie auch gerne auf Mamas Schoß ein paar Bücher an. Das ermöglicht Danilo nun vermehrt auch vormittags arbeiten zu können, statt sich um Lena zu kümmern.
In den vergangenen Wochen konnten wir mit zwei Männern, die schwer behindert sind und deren Ehefrauen grillen und hatten ein Gespräch mit einem Paar, was überlegte, ihr Baby abzutreiben. Hanna konnte eine junge Mutter besuchen, die ihr Neugeborenes ganz ohne Unterstützung versorgt und zeigte ihr, wie man Windeln richtig anzieht und wie man Babys bei Bauchweh helfen kann. Außerdem besuchte Hanna eine Frau, die eine Fehlgeburt hatte. Da Hanna selbst drei Fehlgeburten hatte, kann sie gut nachvollziehen, wie sie sich fühlt.
 
Hanna und Lena besuchen eine Mama mit Baby
 
Wir freuen uns mit Wichal’s Familie, dass sie endlich keine Schulden mehr an die Bank zurückzahlen müssen. Hanna hat nun mit der Mutter besprochen, wie sie ihre Finanzen planen und ihre Ausgaben strukturieren kann.
Für die Enkelin von Sawie versucht Hanna einen besseren Arbeitsplatz zu finden. Als ihre Mutter aufhörte im Biergarten zu arbeiten und als Küchenhilfe anfing, begann die 16-jährige Tochter, an diesem furchtbaren Ort zu arbeiten. In kambodschanischen Biergärten suchen sich Männer eine dort angestellte Frau aus, um mit ihr Bier zu trinken. Je mehr Bier die Männer trinken, animiert durch die Frauen, die kräftig mittrinken, umso mehr Geld verdienen sie. Nicht selten werden die Frauen anschließend noch mitgenommen, für intime Gefälligkeiten. Zeitweise wollte Sawies Enkelin dort nicht mehr arbeiten und war offen für eine Alternative. Aber seitdem Hanna einige Optionen für sie ausfindig machen konnte, ist sie leider wieder total verschlossen und überhaupt nicht interessiert an einem Arbeitsplatzwechsel.
 
Die Elterngruppe, die Hanna seit Beginn dieses Jahres jeden Dienstag leitet, ist eine große Hilfe für die Frauen, die sonst sehr isoliert oder zu beschäftigt sind, für tiefgründige Gespräche. Besonders bei den Kambodschanerinnen sind tiefe und offene Beziehungen gewachsen. Sie fordern sich heraus und ermutigen sich gegenseitig. Es entstehen tiefe, ehrliche Freundschaften. Das bereitet Hanna viel Freude. Genial ist auch, dass sich im Februar viele unterschiedliche Frauen ausprobiert haben, ein Treffen zu leiten.
 
Elterngruppe
 
Im Team unserer sendenden Organisation hier in Siem Reap ist es gerade ziemlich ruhig. Jiyoung ist im Heimataufenthalt in Südkorea. Deshalb bringt Hanna einmal im Monat das vorbereitete Material zu den Frauen, die Halsketten herstellen, holt die hergestellten Ketten ab und bezahlt sie für ihre Arbeit. Jiyoung plant Ende Mai zurück zu kommen. Anfang Mai wird Valeria zu unserem Team dazu stoßen. Vor 10 Jahren waren wir neue Mitarbeiter, sie leitete Bridge of Hope und half uns beim Einleben und Einarbeiten. Nun wird sie nach langer Zeit in Brasilien zurückkehren und wir werden ihre Teamleiter sein. Eine interessante Konstellation. Sie ist Ende fünfzig und hat ein ausgesprochen brasilianisch, dominantes Temperament. 😊 Wir hoffen, dass sie einen guten Start hat und dass wir ihr dabei behilflich sein können gut in diesem neuen Lebensabschnitt anzukommen.
 
Im Mai planen wir, uns das nächste Mal zu melden.
Bis dahin herzliche Grüße und ein gutes Osterfest,
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia & Lena
 

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