Dienstag, 28. Mai 2024

Endlich Regen!!!



Herzliche Grüße aus Siem Reap. Es hat endlich geregnet und nun ist es ca. 5°C kühler. Meist zeigt das Thermometer um die 35 Grad. Dieses Jahr war die extreme Hitze in Südostasien sogar in vielen Medien in Deutschland präsent und wir können bestätigen, dass sie tatsächlich an die Nieren ging. Am Anfang kann man sie noch ganz gut ertragen, weil man weiß, dass es normal ist in der heißen Zeit und dass die extremen Temperaturen normalerweise nur 2-4 Wochen anhalten bevor der erste Regen kommt. In diesem Jahr waren es aber schier nicht enden wollende 8-10 Wochen und je länger diese unerträgliche Hitze anhält, desto dünnhäutiger wird man. Wir haben viele Nerven für unsere Kinder gebraucht, die total antriebslos waren und ständig gestritten haben. Aber auch sie mussten ungeduldige Eltern ertragen, die schnell leicht gereizt waren. Wenn dann endlich der erste Regen fällt und aller Staub weggewaschen wird, ist das ein Gefühl, wie wenn in Deutschland nach einem langen Winter endlich der Frühling beginnt. Nun aber genug vom Wetter, auch wenn es unsere letzten zwei Monate sehr bestimmt hat.
 
Seit Anfang Juli ist Valeria aus Brasilien nach fast 10 Jahren wieder Teil unseres Teams hier in Siem Reap. Ihre Wohnung ist nun weitestgehend eingerichtet. Nun schaut sie nach Möglichkeiten, wo sie sich einsetzen kann. Jiyoung wird Ende Mai aus ihrem Heimataufenthalt in Süd-Korea zurückkehren. Margret hat uns in den letzten Monaten sehr unterstützt. Sei es, dass sie Sonntagabends bei uns war, wenn die Kinder schliefen und wir so als Ehepaar für einen Spaziergang das Haus verlassen konnten. Aber auch, dass sie viele Stunden hunderte von Halsketten verpackt und sortiert hat, sodass wir sie einem amerikanischen Team zum Kauf anbieten und Isaak, dem PCL Kambodscha-Leiter, in die USA zum Verkaufen mitgeben konnten. Da Jiyoung nicht da ist, um das selbst zu übernehmen und Hanna dafür nie die Zeit gehabt hätte, waren wir sehr dankbar, dass Margret sich dieser langwierigen Aufgabe angenommen hat. Sie hat sich auch hingebungsvoll um einen Jungen gekümmert, der mit seinem älteren Bruder zur Operation nach Siem Reap kam und viel länger bleiben musste als erwartet. Da solche Dinge immer spontan passieren, hatte Hanna keine Zeit, um sich mehr um ihn zu kümmern. Damit die Jungs nicht vor lauter Langeweile aus dem Krankenhaus davonrennen, hat Margret sie zwei Tage bespaßt und sie dann auch nach der Operation besucht. Wie genial so im Team zusammenarbeiten zu dürfen.
 
Gerade laufen Gespräche mit einem australischen Ehepaar, das derzeit noch in der Hauptstadt Phnom Penh Sprache lernt. Auch sie überlegen, ob sie nach ihrem Heimataufenthalt nächstes Jahr nach Siem Reap kommen und eventuell bei PCL mitarbeiten. Die Ehefrau ist Krankenschwester und wird Hanna im Juli bei einem weiteren Physiotherapieeinsatz im Nordosten Kambodschas begleiten, um zu schauen, ob sie sich vorstellen kann, in der Zukunft mit Hanna bei medizinischen Einsätzen zusammenzuarbeiten.
 
Mitte Mai waren wir für ein Wochenende in Phnom Penh, wo sich einige Frauen unseres Kambodscha-Teams zu einem Frauenwochenende trafen. Hanna hatte es organisiert und alle haben es sehr genossen, mitten im geschäftigen Alltagstreiben eine Auszeit zu haben und Zeit miteinander zu verbringen.
 
 
Im April kam eine große Delegation von PCL Leitern und Spendern aus den USA. Das war eine gute Gelegenheit für Danilo, um Leute persönlich kennenzulernen, mit denen er regelmäßig per E-Mail in Kontakt ist. Er hat sich nun gut eingearbeitet, aber es bleibt herausfordernd alles in den vorgesehenen Arbeitsstunden zu schaffen und den Überblick zu behalten, weil PCL gerade neue Projekte startet, bestehende Projekte wachsen und durch Landkauf oder Renovierungen viele zusätzliche Ausgaben und Einnahmen zu den kontinuierlichen Aufgaben hinzukommen.
 
Auch mit Punleu, mit dem er in Bridge of Hope viel zusammen gearbeitet hat, trifft Danilo sich wieder regelmäßig.
 
 
Obwohl Danilo sehr viel im Bereich Finanzen zu tun hat, kommen wir mit der Überarbeitung des Ehekurses voran. Leider ist das Ehepaar, das in Phnom Penh wohnt und mit dem wir daran arbeiten, bald ein Jahr im Heimataufenthalt in den USA und das Projekt wird voraussichtlich bis zu ihrer Rückkehr brach liegen. Das ist sehr schade und frustrierend für uns. Wir müssen nun bald entscheiden, ob wir uns vorstellen können, Ehekurse mit dem alten Material durchzuführen, bis das neue Material fertig ist.
 
Ende Mai (24.-26.05.) fahren wir wieder in den Norden Kambodschas, um dort durch Physiotherapie die Arbeit eines kambodschanischen Pastorenehepaars zu unterstützen. Wir waren dort bereits drei Mal und sind gespannt, was sich seit unserem letzten Besuch alles getan hat.
 
Physiotherapieeinsatz im Dorf
 
Hanna besucht eine ehemalige Kollegin mit der wir
in Bridge of Hope zusammengearbeitet haben
 
Vielen Dank, für euer Interesse an unserem Leben! Wir freuen uns von euch zu lesen oder zu hören!
 
Herzliche Grüße,
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia & Lena
 

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