Herzliche Grüße aus Siem Reap. Es hat endlich geregnet und nun ist es
ca. 5°C kühler. Meist zeigt das Thermometer um die 35 Grad. Dieses Jahr
war die extreme Hitze in Südostasien sogar in vielen Medien in
Deutschland präsent und wir können bestätigen, dass sie tatsächlich an
die Nieren ging. Am Anfang kann man sie noch ganz gut ertragen, weil man
weiß, dass es normal ist in der heißen Zeit und dass die extremen
Temperaturen normalerweise nur 2-4 Wochen anhalten bevor der erste Regen
kommt. In diesem Jahr waren es aber schier nicht enden wollende 8-10
Wochen und je länger diese unerträgliche Hitze anhält, desto
dünnhäutiger wird man. Wir haben viele Nerven für unsere Kinder gebraucht,
die total antriebslos waren und ständig gestritten haben. Aber auch sie
mussten ungeduldige Eltern ertragen, die schnell leicht gereizt waren. Wenn dann
endlich der erste Regen fällt und aller Staub weggewaschen wird, ist
das ein Gefühl, wie wenn in Deutschland nach einem langen Winter endlich
der Frühling beginnt. Nun aber genug vom Wetter, auch wenn es unsere
letzten zwei Monate sehr bestimmt hat.
Seit Anfang Juli ist Valeria aus Brasilien nach fast 10 Jahren wieder
Teil unseres Teams hier in Siem Reap. Ihre Wohnung ist nun
weitestgehend eingerichtet. Nun schaut sie nach Möglichkeiten, wo sie sich einsetzen kann.
Jiyoung wird Ende Mai aus ihrem Heimataufenthalt in Süd-Korea
zurückkehren. Margret hat uns in den letzten Monaten sehr unterstützt.
Sei es, dass sie Sonntagabends bei uns war, wenn die Kinder schliefen
und wir so als Ehepaar für einen Spaziergang das Haus verlassen konnten. Aber auch, dass sie viele
Stunden hunderte von Halsketten verpackt und sortiert hat, sodass wir
sie einem amerikanischen Team zum Kauf anbieten und Isaak, dem PCL
Kambodscha-Leiter, in die USA zum Verkaufen mitgeben konnten. Da Jiyoung
nicht da ist, um das selbst zu übernehmen und Hanna dafür nie die Zeit
gehabt hätte, waren wir sehr dankbar, dass Margret sich dieser
langwierigen Aufgabe angenommen hat. Sie hat sich auch hingebungsvoll um
einen Jungen gekümmert, der mit seinem älteren Bruder zur Operation
nach Siem Reap kam und viel länger bleiben musste als erwartet. Da
solche Dinge immer spontan passieren, hatte Hanna keine Zeit, um sich
mehr um ihn zu kümmern. Damit die Jungs nicht vor lauter Langeweile aus
dem Krankenhaus davonrennen, hat Margret sie zwei Tage bespaßt und sie
dann auch nach der Operation besucht. Wie genial so im Team
zusammenarbeiten zu dürfen.
Gerade laufen Gespräche mit einem australischen Ehepaar, das derzeit
noch in der Hauptstadt Phnom Penh Sprache lernt. Auch sie überlegen, ob
sie nach ihrem Heimataufenthalt nächstes Jahr nach Siem Reap kommen und
eventuell bei PCL mitarbeiten. Die Ehefrau ist Krankenschwester und wird
Hanna im Juli bei einem weiteren Physiotherapieeinsatz im Nordosten
Kambodschas begleiten, um zu schauen, ob sie sich vorstellen kann, in
der Zukunft mit Hanna bei medizinischen Einsätzen zusammenzuarbeiten.
Mitte Mai waren wir für ein Wochenende in Phnom Penh, wo sich einige
Frauen unseres Kambodscha-Teams zu einem Frauenwochenende trafen. Hanna
hatte es organisiert und alle haben es sehr genossen, mitten im
geschäftigen Alltagstreiben eine Auszeit zu haben und Zeit miteinander
zu verbringen.
Im April kam eine große Delegation von PCL Leitern und Spendern aus
den USA. Das war eine gute Gelegenheit für Danilo, um Leute persönlich
kennenzulernen, mit denen er regelmäßig per E-Mail in Kontakt ist. Er
hat sich nun gut eingearbeitet, aber es bleibt herausfordernd alles in
den vorgesehenen Arbeitsstunden zu schaffen und den Überblick zu
behalten, weil PCL gerade neue Projekte startet, bestehende Projekte
wachsen und durch Landkauf oder Renovierungen viele zusätzliche Ausgaben
und Einnahmen zu den kontinuierlichen Aufgaben hinzukommen.
Auch mit Punleu, mit dem er in Bridge of Hope viel zusammen gearbeitet hat, trifft Danilo sich wieder regelmäßig.
Obwohl Danilo sehr viel im Bereich Finanzen zu tun hat, kommen wir mit
der Überarbeitung des Ehekurses voran. Leider ist das Ehepaar, das in
Phnom Penh wohnt und mit dem wir daran arbeiten, bald ein Jahr im
Heimataufenthalt in den USA und das Projekt wird voraussichtlich bis zu
ihrer Rückkehr brach liegen. Das ist sehr schade und frustrierend für
uns. Wir müssen nun bald entscheiden, ob wir uns vorstellen können,
Ehekurse mit dem alten Material durchzuführen, bis das neue Material
fertig ist.
Ende Mai (24.-26.05.) fahren wir wieder in den Norden Kambodschas, um
dort durch Physiotherapie die Arbeit eines kambodschanischen
Pastorenehepaars zu unterstützen. Wir waren dort bereits drei Mal und
sind gespannt, was sich seit unserem letzten Besuch alles getan hat.
Vielen Dank, für euer Interesse an unserem Leben! Wir freuen uns von euch zu lesen oder zu hören!
Herzliche Grüße,
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia & Lena
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia & Lena





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