Die Zeit rast dahin. In drei Monaten werden wir bereits in Deutschland
sein. Wir sind dankbar für alles, was wir in den letzten Wochen erlebt und geschafft haben.
Gott sei Dank wird die Waffenruhe zwischen Thailand und Kambodscha
einigermaßen eingehalten. Es gibt immer wieder kleine, lokale Kämpfe,
aber alles in allem ist es in den letzten Wochen ruhig geblieben. 70.000 Kambodschaner können nicht
in ihre Dörfer zurückkehren, weil sie von Thailand besetzt sind und
teilweise dem Erdboden gleich gemacht wurden. Außerdem müssen viele
Minen und nicht explodierte Bomben geräumt werden. Wir haben eine
Freundin, die während der Corona-Zeit alles verloren hat und an der
thailändischen Grenze neu begonnen hat. Nun, nach fünf Jahren, hat sie
durch den Krieg wieder alles verloren, ist zurück in Siem Reap und baut
sich hier nun wieder eine ganz einfache Hütte.
Mittlerweile konnten wir den ersten Ehekurs abschließen. Es war
ermutigend von den einzelnen Paaren zu hören, was sie gelernt haben und
was sie umsetzen wollen. Manche von ihnen fanden den Kurs so
bereichernd, dass sie sich für weitere Kurse zu anderen Themen bei einer Freundin von uns angemeldet haben.
Seit Mitte Januar leiten wir einen zweiten Kurs in einem Dorf ca. 45 Minuten entfernt von Siem Reap. Dort hat PCL (People for Care and Learning) mehrere Projekte. Manche Teilnehmer haben Hochschulabschlüsse und sprechen sehr gutes Englisch, andere konnten nur ein paar Jahre die Schule besuchen. So ist es eine bunt gemischte Gruppe, die sich schon lange kennt. Es ist schön zu sehen, wie immer mehr Teilnehmer ehrlich erzählen und tiefe Fragen stellen. Es begeistert uns, sie zu unterstützen und motivieren zu können in ihre Ehen zu investieren und sie auch auszurüsten, denen zu helfen, die bei ihnen um Rat fragen.
Seit Mitte Januar leiten wir einen zweiten Kurs in einem Dorf ca. 45 Minuten entfernt von Siem Reap. Dort hat PCL (People for Care and Learning) mehrere Projekte. Manche Teilnehmer haben Hochschulabschlüsse und sprechen sehr gutes Englisch, andere konnten nur ein paar Jahre die Schule besuchen. So ist es eine bunt gemischte Gruppe, die sich schon lange kennt. Es ist schön zu sehen, wie immer mehr Teilnehmer ehrlich erzählen und tiefe Fragen stellen. Es begeistert uns, sie zu unterstützen und motivieren zu können in ihre Ehen zu investieren und sie auch auszurüsten, denen zu helfen, die bei ihnen um Rat fragen.
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| Abschluss des ersten Ehekurses |
Anfang Februar fuhr Hanna wieder nach Phnom Penh, um ihre Coaching-Ausbildung
abzuschließen. Sie versucht sich nun zwei- bis dreimal im Monat Zeit
zu nehmen, um das Gelernte anzuwenden und jemanden zu coachen. Wenn ihr
selbst auch gerne Coaching in Anspruch nehmen möchtet oder jemanden kennt, der davon
profitieren würde, dann meldet euch gerne. Ein Coach unterstützt seinen
Coachee unter anderem dabei, sich besser kennenzulernen, gute
Entscheidungen zu treffen oder sein Potenzial zu entfalten.
Dann zogen wir in eine möblierte Wohnung um. Wir waren sehr dankbar,
dass wir im Vorfeld alles verkaufen und weggeben konnten, was wir
loswerden wollten. So haben wir unseren Hausstand auf ein Minimum
reduziert und freuen uns, dass uns dieser Stressfaktor nicht in unseren
letzten Wochen in Kambodscha belasten wird. Dadurch erhoffen wir uns, dass
wir uns vor der Abreise darauf fokussieren können, uns hier gut und
angemessen zu verabschieden.
Obwohl unsere neue Wohnung alles andere als unsere erste Wahl war und einiges schief lief, sind wir doch dankbar, wie schnell der Umzug gemeistert und das alte Haus leer war. Wir konnten es an einen dankbaren Vermieter zurückgeben, weil es bei der Übergabe sauber und ordentlich war – was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, ist hier eher eine Seltenheit. Nun wohnen wir im 4. Stock direkt neben Taiwanesen, die auch zwei kleine Kinder haben.
Direkt nach unserem Umzug ist es dann richtig heiß geworden. Wie dankbar sind wir, dass es beim Umzug noch kühler war und wir nun einen kalten Pool im Wohnblock haben, den wir mit benutzen können. Dankbar sind wir auch, dass unsere Kinder die neue, kleine Wohnung genießen und dem alten Haus nicht sehr nachtrauern. Sie haben gleich gesagt, dass es sich anfühlt, als wären wir in einer Ferienwohnung im Urlaub. 😄
Obwohl unsere neue Wohnung alles andere als unsere erste Wahl war und einiges schief lief, sind wir doch dankbar, wie schnell der Umzug gemeistert und das alte Haus leer war. Wir konnten es an einen dankbaren Vermieter zurückgeben, weil es bei der Übergabe sauber und ordentlich war – was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, ist hier eher eine Seltenheit. Nun wohnen wir im 4. Stock direkt neben Taiwanesen, die auch zwei kleine Kinder haben.
Direkt nach unserem Umzug ist es dann richtig heiß geworden. Wie dankbar sind wir, dass es beim Umzug noch kühler war und wir nun einen kalten Pool im Wohnblock haben, den wir mit benutzen können. Dankbar sind wir auch, dass unsere Kinder die neue, kleine Wohnung genießen und dem alten Haus nicht sehr nachtrauern. Sie haben gleich gesagt, dass es sich anfühlt, als wären wir in einer Ferienwohnung im Urlaub. 😄
Ende Februar sind wir dann als ganze Familie in den Nordosten zu unserem letzten Physiotherapieeinsatz
gefahren. Hanna hat viele Patienten zum letzten Mal besucht, aber auch
manche zum ersten Mal behandelt. Sie konnte zwei Gehwägen mitbringen und
sie Kindern mit Behinderung übergeben. Außerdem konnte sie vier
Patienten treffen, die einen Rollstuhl brauchen. Ganz eindrücklich war
das Treffen mit einem jungen Mann, der vor fünf Jahren von der Treppe
gestürzt und seitdem Querschnittgelähmt ist. Er verbringt seine Tage
untätig in der Hängematte, hat aber total viel Potential wieder stehen
und laufen zu lernen. Er hat nun einen Rollstuhl bekommen und ist damit
gleich erstmal zum Friseur gefahren. Nun will Hanna ihm auch bald eine
Gehbank schicken.
Der Pastor unserer Kirche in Kirchheim/Teck Günter und seine Frau Katrin
landeten in Siem Reap, als wir schon im Nordosten unterwegs waren. Sie
reisten uns mit dem Bus hinterher und verbrachten den zweiten Teil des
Physiotherapieeinsatzes mit uns. Hanna war dankbar, dass Günter auf
einer schwierigen Strecke während einem Einsatz das Auto fahren konnte.
An diesem Tag hatten wir sehr ermutigende Begegnungen, aber der
Nachmittag war leider sehr kräftezehrend. Dass Günter und Katrin
dabei waren, war eine große Unterstützung, Ermutigung und Hilfe. Nach
unserer Rückkehr aus dem Nordosten, konnten sie noch ein paar Tage an
unserem Leben in Siem Reap Anteil nehmen.
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| mit Günter & Katrin unterwegs |
Zwischen Ende Januar und Anfang März besuchten uns außerdem noch Hannas
Brüder Micha mit Familie und Noah, eine Frau, die darüber nachdenkt,
zukünftig in Kambodscha zu arbeiten, eine ehemalige Arbeitskollegin von
Hanna und gute, alte Freunde aus England. Es war schön mit allen Besuchern
Zeit zu verbringen, auch wenn wir uns für jeden gern mehr Zeit genommen hätten. Trotzdem sind wir sehr dankbar für jede einzelne
Begegnung. Es ist schön zu wissen, dass Familie und Freunde in unsere
Heimat hier eingetaucht sind und sie nun noch besser nachvollziehen
können, wie unser Leben hier aussieht und wie es sich anfühlt.
Im März und April wird Danilo nun vermehrt seine Verwaltungsaufgaben an die Leiterin des Administrations- und Finanzbereichs von PCL übergeben.
Sie wird beispielweise das erste Mal den monatlichen Finanzbericht für
den Vorstand in den USA erstellen und die vierteljährlichen
Bonuszahlungen für leitende Mitarbeiter vorbereiten.
Schreibt uns gerne wie es euch geht, wie euer Winter war und was im
Frühling bei euch so ansteht! Wir freuen uns von euch zu lesen oder eine
Sprachnachricht zu hören.
Herzliche Grüße,
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia & Lena
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia & Lena





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