Montag, 30. Januar 2023

Angekommen



Nun sind wir schon fast einen Monat in Siem Reap. So langsam beginnt der Alltag...

Der Abschied war wieder schwer und anstrengend, aber wir sind sehr dankbar für all die tollen Erinnerungen, die wir im Herzen mitnehmen dürfen. Der Flug verlief, Gott sei Dank, ohne Probleme und es war schön in Bangkok unsere Freunde sehen und bei ihnen übernachten zu können.
 
Am 1. Januar sind wir in Siem Reap gelandet und am 2. hatte Zoe bereits ihren ersten Schultag. Wir haben sehr über sie gestaunt. Sie ist vom ersten Tag an sehr gerne in die neue Schule gegangen und kommt immer sehr fröhlich und kaum erschöpft nach Hause. Man merkt, dass sich der Englischunterricht zu Hause, als wir in Deutschland waren, auszahlt. Sie konnte problemlos wieder in die englischsprachige Umgebung eintauchen. Durch den Schulwechsel, hat sie nun etliche neue Fächer wie Musik, Chor, Technik, Design und Naturkunde. Sie genießt den Spielplatz, probiert viele neue Gerichte beim Schulessen und beginnt erste Freundschaften mit den Klassenkameraden zu schließen, die sie noch nicht kennt.

Diese Woche darf Mia nun in der gleichen Schule im Kindergarten starten. Es wurde ein Platz für sie geschaffen und heute (am 30. Januar) hat sie ihren ersten Tag. Wir haben im Januar versucht jede Woche die drei Mädchen zum Spielen zu treffen, die wir aus ihrer Gruppe bereits kennen, sodass sie schon ein paar Freundinnen hat, wenn wir sie im Kindergarten abgeben. Eine  Eingewöhnungszeit mit Mama oder Papa, wie wir es in Deutschland erlebt haben, ist hier leider nicht möglich. Als wir mit Mia ihren Kindergarten angeschaut haben, wollte sie gleich am nächsten Tag beginnen, so sehr hat es ihr gefallen. In unserer Familie war sie jedoch diejenige, die am meisten sagte, dass sie Deutschland vermisst. Ihr war manchmal sehr langweilig, wenn Mama und Papa so beschäftigt waren. Wir hoffen, dass sie diese Woche einen guten Start hat und sie schnell mit der englischen Sprache zurechtkommt. Eine kleine Probe war bereits der Ballettunterricht, den sie seit Mitte Januar besucht und wo sie ganz fröhlich mitgemacht hat ohne, dass ihre Eltern dabeigeblieben sind.

Lena macht die Wärme zu schaffen. Sie genießt es zweimal am Tag in der Badewanne zu liegen und zu strampeln. Sie entwickelt sich prächtig und nachts schläft sie häufig gut, wofür wir sehr dankbar sind. Sie wird von allen Seiten bestaunt und geliebt.


In den ersten zwei Wochen haben wir unser Haus auf Vordermann gebracht und die ersten Leute besucht. Dann kam Margret, unsere neue, ü70-jährige Kurzzeit-Mitarbeiterin aus Deutschland in Siem Reap an. Da sie schon vor der Pandemie in Siem Reap gelebt hat, hatte sie ihre Wohnung noch, im Haus, wo wir vorher gewohnt haben, und sie kennt auch noch etliche Leute. Wir haben mit ihr und den Vermietern ihr Ankommen und in der Woche danach chinesisches Neujahr gefeiert. Außerdem haben wir ihr geholfen, innerhalb ihres Hauses umzuziehen, ihre Wohnung einzurichten und Dinge einzukaufen. Danilo hatte auch schon erste Treffen mit ihr bei ihren alten Einsatzstellen, wo sie wieder einsteigen wird.

chinesische Neujahrsfeier

Außerdem kam JiYoung, eine koranische Langzeit-Mitarbeiterin, mit Margret nach Siem Reap. Sie hat schon 1,5 Jahre in der Hauptstadt Sprache gelernt und wird nun nach Siem Reap ziehen, um mit Hanna zusammen Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Sie hat keine medizinische Ausbildung, ist aber sehr kreativ. In den nächsten Monaten werden wir schauen, wie sie Kambodschaner mit Behinderung oder deren Angehörige anleiten kann, Dinge herzustellen, die verkauft werden können, um ein Einkommen zu haben. Wir haben JiYoung geholfen eine Wohnung ganz in unserer Nähe zu finden und so wohnen wir als Team nun alle nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt.

Unser neues Team in Siem Rea

Die Frau von Isaac (Danilos Chef bei PCL – People for Care and Learning [Menschen für Fürsorge und Bildung]) hat Mitte Januar einen kleinen Jungen geboren. Sie sind noch in den USA. Deshalb war Danilo in den ersten Wochen deutlich flexibler und musste nicht gleich bei PCL starten. Nun wird er mit seinen Aufgaben dort wieder beginnen. 
Bei der Beispiel- und Trainingsfarm von PCL wurde nach der Reisernte die „Reisbank“ aufgefüllt. Die Bauern der Umgebung können den Reis für einen guten Preis an die PCL-Reisbank verkaufen, anstatt ihn wegen dem Überangebot billig auf dem Markt verkaufen zu müssen. Wenn dann vor der nächsten Reisernte der Reis knapp wird, können sie ihn von PCL zu einem fairen Preis zurückkaufen, anstatt ihn auf dem Markt wegen mangelndem Angebot teuer kaufen zu müssen.


Hanna hat begonnen erste Besuche bei Menschen mit einer Behinderung zu machen. Im April, wenn Zoe für zwei Wochen Schulferien hat, planen wir in die Provinzen im Norden und Osten für physiotherapeutische Einsätze zu fahren. 

Wir sind mitten im Prozess ein Auto zu kaufen und anzumelden. Auch das hat viel von Danilos Zeit in Anspruch genommen. Wir hoffen, dass der Prozess bald abgeschlossen ist und wir viele Kilometer pannen- und unfallfrei fahren können. Besonders für die Einsätze in den Provinzen ist es wichtig, dass wir ein zuverlässiges Auto haben.

Wir hoffen, ihr habt wieder einen kleinen Einblick in unser Leben hier bekommen. Bitte fragt nach, wenn euch Sachen unklar sind und schreibt uns gerne auch wie es euch geht!

Herzliche Grüße,
Danilo & Hanna mit Zoe, Mia & Lena
 

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