Wir wünschen euch allen ein gutes Jahr 2017!
Hattet ihr eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel?
Bei uns ist die Regenzeit nun schon seit
einigen Wochen vorbei und die Trockenzeit hat begonnen. Da, wo vor unserem Haus
vor ein paar Wochen noch gefischt wurde, wird nun Fußball gespielt.
| Fischen vor unserem Haus im November |
| Fußball vor unserem Haus seit Dezember |
Morgens ist es uns nun bei frischen 20°C
manchmal ganz schön kalt. :)
Bei uns ist mittlerweile viel passiert. Wir
haben bereits zweimal das Land verlassen, weil wir zwischendurch für einen
Monat auf ein Touristenvisum umsteigen mussten. Der Vereinbarung zwischen
unserer Hilfsorganisation und der kambodschanischen Regierung musste erneuert werden
und das dauerte länger als erwartet. Nun haben wir wieder ein Visum für
Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Allerdings wieder nur für drei Monate und
in dieser Zeit können wir das Land wieder nicht verlassen (das ist Standard).
In drei Monaten sollten wir dann ein Visum für mindestens sechs Monate
erhalten.
Wir hatten ein sehr schönes Weihnachtsfest
mit vielen Paketen aus Deutschland, fröhlicher Gemeinschaft mit Freunden,
Telefonaten mit unseren Familien und leckerem Essen.
Ein Höhepunkt war definitiv unser Besuch
bei Danilos ehemaligem Sprachlehrer und seiner Familie in deren Dorf. Er
ist nun in die Nähe seines Heimatdorfes zurückgezogen (ca. eine Stunde entfernt
von Siem Reap) und arbeitet dort mit einer Hilfsorganisation, die Kinder in den
Dörfern unterrichtet. Viele gut ausgebildete Kambodschaner bleiben lieber in
den Städten Kambodschas wohnen, doch er hat ein großes Anliegen für die
Menschen auf dem Land und möchte dort etwas bewegen. Er ist tief traurig
darüber, dass sehr viele Jugendliche und Erwachsene die Dörfer verlassen, um
beispielsweise in Thailands Fabriken zu arbeiten. Die Dörfer bestehen
größtenteils aus Großeltern und Kindern, die die Eltern zurückgelassen haben.
Am Wochenende lädt er die Kinder seines Dorfes zu sich nach Hause zum
Englischunterricht ein. Sein
Traum ist es auf seinem Grundstück einen kleinen Schulraum zu bauen, um die ca.
50 Kinder, die jedes Wochenende zu ihm kommen, besser unterrichten zu können.
| bei Danilos ehemaligem Sprachlehrer zu Besuch |
Bei
Bridge of Hope (BOH) gibt
es viel Grund dankbar zu sein. Wir konnten mit einem finanziellen Polster ins
neue Jahr starten. Im Jahr 2015 hatten wir US$ 35.000,00 mehr Ausgaben, als wir
Einnahmen hatten. Dadurch waren unsere gesamten Reserven aus den vorherigen
Jahren aufgebraucht und wir mussten mit einem Minus von mehr als US$ 5.000,00
ins Jahr 2016 starten. Wir sind erstaunt und dankbar, wie vielen Menschen
bewegt worden, für BOH zu geben. Es ist ein großes Wunder für uns.
Danilo macht seine Arbeit viel Spaß, aber es gibt
auch unglaublich viel zu tun. Vieles in der Buchhaltung wurde in den letzten
Monaten evaluiert und verbessert und muss nun ab dem neuen Jahr umgesetzt
werden. Da gab es viele Dokumente zu überarbeiten, neu zu erstellen,
Mitarbeiter zu trainieren und alles auf Khmer zu übersetzen. Wir sind dankbar,
dass die Buchhaltung jetzt wieder in geordneteren Bahnen verläuft und hoffen
und beten, dass es vieles in der Zukunft vereinfacht. Es ist sehr wichtig bei
einem Projekt mit einem so großen Budget und Spendern aus der ganzen Welt, eine
Buchhaltung auf internationalem Standard zu haben. Danilo arbeitet sehr gerne
mit unserem kambodschanischen Buchhalter zusammen.
Auch seine Zuständigkeit für unseren Kurzzeit-Mitarbeiter
Thomas in BOH läuft gut. Thomas hat sich gut integriert und macht eine gute
Arbeit. Mit ihm trifft sich Danilo regelmäßig.
Vor Weihnachten hat sich auch das WEC
Kambodscha-Leitungsteam noch einmal getroffen und viele Fragen und Probleme
bis in die Nacht hinein besprochen.
Hanna und Zoe geht es sehr gut zu
Hause. Zoe entwickelt sich prächtig und hat ihre erste Durchfallperiode und
eine Pilzinfektion gut überstanden. Wir und die Kambodschaner haben viel Freude
an ihr. Nachmittags sind Hanna und Zoe oft mit dem Fahrrad oder neustens auch
mal mit dem Moped unterwegs, um Leute zu besuchen. Hanna kennt ein paar
Kambodschanerinnen mit Kind und konnte letztens ihre Freundin ermutigen, ihr
Kind selbst zu versorgen und es nicht zur Mutter in die Provinz zu bringen.
Eine andere Kambodschanerin ist mit ihrem lebhaften Kind allein zu Hause und
freut sich sehr über Besuch, denn sie hat einen kleinen Laden und kommt so
selbst nur wenig aus dem Haus.
Auch wegen einem möglichen Einsatz als Physiotherapeutin nach
ihrer Elternzeit, liefen erste Gespräche.
| Zoe beim Mittagessen mit unseren Vermietern |
Auch beim Sprachstudium ging es gut
voran. Danilo lernt nun vier Stunden in der Woche in der neuen Sprachschule in
Siem Reap. Er ist sehr glücklich mit seinen Lehrern und er bekommt immer wieder
rückgemeldet, dass er Fortschritte macht. Auch Hanna trifft sich einmal pro
Woche mit ihrer Sprachhelferin, mit der sie sich schon vor dem Heimataufenthalt
getroffen hat.
Wir freuen uns von euch zu hören. Schreibt uns
gerne, wie es euch geht und was euch bewegt!
Liebe
Grüße,
Danilo,
Hanna & Zoe
| Picknick bei Angkor Wat |

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