Dienstag, 31. Januar 2017

Neues Jahr, viele Neuigkeiten...



Wir wünschen euch allen ein gutes Jahr 2017! Hattet ihr eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel?
Bei uns ist die Regenzeit nun schon seit einigen Wochen vorbei und die Trockenzeit hat begonnen. Da, wo vor unserem Haus vor ein paar Wochen noch gefischt wurde, wird nun Fußball gespielt.

Fischen vor unserem Haus im November

Fußball vor unserem Haus seit Dezember

Morgens ist es uns nun bei frischen 20°C manchmal ganz schön kalt. :)


Bei uns ist mittlerweile viel passiert. Wir haben bereits zweimal das Land verlassen, weil wir zwischendurch für einen Monat auf ein Touristenvisum umsteigen mussten. Der Vereinbarung zwischen unserer Hilfsorganisation und der kambodschanischen Regierung musste erneuert werden und das dauerte länger als erwartet. Nun haben wir wieder ein Visum für Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Allerdings wieder nur für drei Monate und in dieser Zeit können wir das Land wieder nicht verlassen (das ist Standard). In drei Monaten sollten wir dann ein Visum für mindestens sechs Monate erhalten.

Wir hatten ein sehr schönes Weihnachtsfest mit vielen Paketen aus Deutschland, fröhlicher Gemeinschaft mit Freunden, Telefonaten mit unseren Familien und leckerem Essen.
Ein Höhepunkt war definitiv unser Besuch bei Danilos ehemaligem Sprachlehrer und seiner Familie in deren Dorf. Er ist nun in die Nähe seines Heimatdorfes zurückgezogen (ca. eine Stunde entfernt von Siem Reap) und arbeitet dort mit einer Hilfsorganisation, die Kinder in den Dörfern unterrichtet. Viele gut ausgebildete Kambodschaner bleiben lieber in den Städten Kambodschas wohnen, doch er hat ein großes Anliegen für die Menschen auf dem Land und möchte dort etwas bewegen. Er ist tief traurig darüber, dass sehr viele Jugendliche und Erwachsene die Dörfer verlassen, um beispielsweise in Thailands Fabriken zu arbeiten. Die Dörfer bestehen größtenteils aus Großeltern und Kindern, die die Eltern zurückgelassen haben. Am Wochenende lädt er die Kinder seines Dorfes zu sich nach Hause zum Englischunterricht ein. Sein Traum ist es auf seinem Grundstück einen kleinen Schulraum zu bauen, um die ca. 50 Kinder, die jedes Wochenende zu ihm kommen, besser unterrichten zu können.

bei Danilos ehemaligem Sprachlehrer zu Besuch

Bei Bridge of Hope (BOH) gibt es viel Grund dankbar zu sein. Wir konnten mit einem finanziellen Polster ins neue Jahr starten. Im Jahr 2015 hatten wir US$ 35.000,00 mehr Ausgaben, als wir Einnahmen hatten. Dadurch waren unsere gesamten Reserven aus den vorherigen Jahren aufgebraucht und wir mussten mit einem Minus von mehr als US$ 5.000,00 ins Jahr 2016 starten. Wir sind erstaunt und dankbar, wie vielen Menschen bewegt worden, für BOH zu geben. Es ist ein großes Wunder für uns.
Danilo macht seine Arbeit viel Spaß, aber es gibt auch unglaublich viel zu tun. Vieles in der Buchhaltung wurde in den letzten Monaten evaluiert und verbessert und muss nun ab dem neuen Jahr umgesetzt werden. Da gab es viele Dokumente zu überarbeiten, neu zu erstellen, Mitarbeiter zu trainieren und alles auf Khmer zu übersetzen. Wir sind dankbar, dass die Buchhaltung jetzt wieder in geordneteren Bahnen verläuft und hoffen und beten, dass es vieles in der Zukunft vereinfacht. Es ist sehr wichtig bei einem Projekt mit einem so großen Budget und Spendern aus der ganzen Welt, eine Buchhaltung auf internationalem Standard zu haben. Danilo arbeitet sehr gerne mit unserem kambodschanischen Buchhalter zusammen.

Auch seine Zuständigkeit für unseren Kurzzeit-Mitarbeiter Thomas in BOH läuft gut. Thomas hat sich gut integriert und macht eine gute Arbeit. Mit ihm trifft sich Danilo regelmäßig.

Vor Weihnachten hat sich auch das WEC Kambodscha-Leitungsteam noch einmal getroffen und viele Fragen und Probleme bis in die Nacht hinein besprochen.

Hanna und Zoe geht es sehr gut zu Hause. Zoe entwickelt sich prächtig und hat ihre erste Durchfallperiode und eine Pilzinfektion gut überstanden. Wir und die Kambodschaner haben viel Freude an ihr. Nachmittags sind Hanna und Zoe oft mit dem Fahrrad oder neustens auch mal mit dem Moped unterwegs, um Leute zu besuchen. Hanna kennt ein paar Kambodschanerinnen mit Kind und konnte letztens ihre Freundin ermutigen, ihr Kind selbst zu versorgen und es nicht zur Mutter in die Provinz zu bringen. Eine andere Kambodschanerin ist mit ihrem lebhaften Kind allein zu Hause und freut sich sehr über Besuch, denn sie hat einen kleinen Laden und kommt so selbst nur wenig aus dem Haus.
Auch wegen einem möglichen Einsatz als Physiotherapeutin nach ihrer Elternzeit, liefen erste Gespräche.

Zoe beim Mittagessen mit unseren Vermietern

Auch beim Sprachstudium ging es gut voran. Danilo lernt nun vier Stunden in der Woche in der neuen Sprachschule in Siem Reap. Er ist sehr glücklich mit seinen Lehrern und er bekommt immer wieder rückgemeldet, dass er Fortschritte macht. Auch Hanna trifft sich einmal pro Woche mit ihrer Sprachhelferin, mit der sie sich schon vor dem Heimataufenthalt getroffen hat.

Wir freuen uns von euch zu hören. Schreibt uns gerne, wie es euch geht und was euch bewegt!
Liebe Grüße,
Danilo, Hanna & Zoe

Picknick bei Angkor Wat

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen