Mittwoch, 20. März 2013

Puh…

…es fällt schwer die letzten zwei Monate zusammenzufassen. Es ist unglaublich viel passiert und die Zeit rannte nur so dahin…!
Erst einmal liebe Grüße aus dem 36-38°C-heißen-Kambodscha. Wir sind gut gelandet und in der Hauptstadt angekommen. Vergangene Woche hatten wir schon zehn Stunden Sprachstudium, haben Leute vom Team getroffen und das Nötigste eingekauft, waren bei verschiedensten Ämtern, sind vom Gästehaus in unsere Wohnung umgezogen und haben ein Moped gekauft.
Nun könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie wir uns Ende dieser Woche fühlten. Ganz schön müde! Unseren freien Tag am Samstag haben wir deshalb in einem Freibad verbracht. Das hat gut getan!
Am ermüdendsten sind die Ämtergänge. Man geht mit jemandem hin, der das schon oft gemacht hat, Khmer (die Sprache) spricht und nimmt alles Erforderliche mit, nur um dort festzustellen, dass sich die Gesetze geändert haben und man noch mehr braucht. Es ist eine unglaubliche Rennerei, von einem zum anderen und zum nächsten… Man kommt sich vor wie Asterix & Obelix in Rom, die den Passierschein A38 besorgen müssen (http://www.youtube.com/watch?v=lIiUR2gV0xk)... :)
Wir beten, dass wir diese Woche unser neues Moped registrieren können, um ein Nummernschild zu bekommen und dass wir alle Papiere für unseren kambodschanischen Führerschein kostengünstig zusammenkriegen!
Das Sprachstudium ist sehr intensiv. Wir lernen die wichtigsten Wörter, um erste Gespräche führen zu können. Dabei sind manche Laute und Silben (fast) unaussprechlich für eine deutsche Zunge.
Wir studieren zu viert. Unsere Mitstudenten sind Jonathan und Heleen mit ihrer acht Monate alten Tochter Lois. Sie kommen aus den Niederlanden und waren ein Jahr vor uns am „Cornerstone“-College. Sie sind beide Sozialarbeiter (Heleen ist außerdem auch Friseurin :)) und sind auch neue Mitarbeiter von WEC International.

Jonathan, Heleen & Lois

Sprachuntericht mit Sprachlehrer Sophal

Unsere Hausmitbewohner heißen Tabi (US-Amerikanerin) und Justice (Nigerianer). Sie sind schon einige Jahre in Kambodscha, arbeiten in einer Schule und mit Straßenkindern hier in Phnom Penh, sind seit neun Monaten verheiratet, im zweiten Monat schwanger und erwarten Zwillinge. J
Ihr Haus ist komplett eingerichtet und wir dürfen alles mit benutzen. Das ist ein großes Geschenk!
Die letzten beiden Monate waren, wie schon geschrieben, sehr intensiv. Wir haben es unglaublich genossen noch einmal so viele Freunde und Verwandte zu sehen und sind durch viele Begegnungen sehr ermutigt worden. So war wider Erwarten das viele Reisen auch erfrischend.
Wir zeigten immer wieder ein Video, das unsere zukünftige Arbeit hier in Kambodscha beschreibt. Ihr könnt es euch hier ansehen: youtu.be/NjxZ-jOY15M
Gerne dürft ihr es auch benutzen, um anderen von uns und dem Projekt zu erzählen.
Höhepunkte waren, neben zwei seeeeehr schönen Verabschiedungsgottesdiensten unserer Kirchen in Lengenfeld und Kirchheim/Teck, eine Einladung beim Lengenfelder Bürgermeister. Auch ihm konnten wir von unserem Projekt erzählen. Außerdem waren wir bei Danilos Onkel, der im Oktober schwer verunglückte. Wir haben ihn in der Reha besucht und staunten, was er schon wieder alles kann. Er läuft sogar schon wieder ein paar Schritte ohne Rollator. Seine körperliche Entwicklung ist ein großes Wunder!

bei unserem Verabschiedungsgottesdienst in Kirchheim/Teck

Besuch beim Lengenfelder Bürgermeister

Besuch bei Danilos Onkel

Fünf Tage vor unserer Abreise kamen wir in Eppstein bei der Zentrale von WEC-Deutschland an. Die dort eingeplante Ruhe war dringend nötig. Wir nahmen gedanklich ausgiebig Abschied von Deutschland – Was werden wir vermissen? Was sollten wir noch einmal tun, essen, genießen? – und versuchten uns innerlich auf Kambodscha einzustellen – Auf was freuen wir uns? Vor was haben wir Angst/Respekt?
Außerdem konnten wir unser Auto zu einem guten Preis verkaufen, was eine große Erleichterung war!
Am Flughafen „feierten“ wir dann endgültig Abschied mit unserer Familie, die extra 370 km aus Sachsen anreiste. Viiiiielen Dank nochmal dafür!!!

Abschied am Flughafen

Es gäbe sicher noch vieles zu berichten, aber wir sind ja erst am Anfang hier. Gerne dürft ihr natürlich nachfragen, wenn ihr brennende Fragen habt.
Liebe Grüße,
Danilo & Hanna

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen