Erst einmal liebe Grüße aus dem
36-38°C-heißen-Kambodscha. Wir sind
gut gelandet und in der Hauptstadt angekommen. Vergangene Woche hatten wir
schon zehn Stunden Sprachstudium, haben Leute vom Team getroffen und das
Nötigste eingekauft, waren bei verschiedensten Ämtern, sind vom Gästehaus in
unsere Wohnung umgezogen und haben ein Moped gekauft.
Nun könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie
wir uns Ende dieser Woche fühlten. Ganz schön müde! Unseren freien Tag am
Samstag haben wir deshalb in einem Freibad verbracht. Das hat gut getan!
Am ermüdendsten sind die Ämtergänge. Man geht mit jemandem hin, der das schon oft gemacht
hat, Khmer (die Sprache) spricht und nimmt alles Erforderliche mit, nur um dort
festzustellen, dass sich die Gesetze geändert haben und man noch mehr braucht.
Es ist eine unglaubliche Rennerei, von einem zum anderen und zum nächsten… Man
kommt sich vor wie Asterix & Obelix in Rom, die den Passierschein A38
besorgen müssen (http://www.youtube.com/watch?v=lIiUR2gV0xk)... :)
Wir beten, dass wir diese Woche unser neues
Moped registrieren können, um ein Nummernschild zu bekommen und dass wir alle
Papiere für unseren kambodschanischen Führerschein kostengünstig
zusammenkriegen!
Das Sprachstudium
ist sehr intensiv. Wir lernen die wichtigsten Wörter, um erste Gespräche führen
zu können. Dabei sind manche Laute und Silben (fast) unaussprechlich für eine
deutsche Zunge.
Wir studieren zu viert. Unsere Mitstudenten
sind Jonathan und Heleen mit ihrer acht Monate alten Tochter Lois. Sie kommen
aus den Niederlanden und waren ein Jahr vor uns am „Cornerstone“-College. Sie
sind beide Sozialarbeiter (Heleen ist außerdem auch Friseurin :))
und sind auch neue Mitarbeiter von WEC International.
| Jonathan, Heleen & Lois |
| Sprachuntericht mit Sprachlehrer Sophal |
Unsere Hausmitbewohner heißen Tabi (US-Amerikanerin) und Justice (Nigerianer). Sie sind schon einige Jahre in Kambodscha, arbeiten in einer Schule und mit Straßenkindern hier in Phnom Penh, sind seit neun Monaten verheiratet, im zweiten Monat schwanger und erwarten Zwillinge. J
Ihr Haus ist komplett eingerichtet und wir
dürfen alles mit benutzen. Das ist ein großes Geschenk!
Die
letzten beiden Monate
waren, wie schon geschrieben, sehr intensiv. Wir haben es unglaublich genossen
noch einmal so viele Freunde und Verwandte zu sehen und sind durch viele
Begegnungen sehr ermutigt worden. So war wider Erwarten das viele Reisen auch
erfrischend.
Wir zeigten immer wieder ein Video, das
unsere zukünftige Arbeit hier in Kambodscha beschreibt. Ihr könnt es euch hier
ansehen: youtu.be/NjxZ-jOY15M
Gerne dürft ihr es
auch benutzen, um anderen von uns und dem Projekt zu erzählen.
Höhepunkte waren,
neben zwei seeeeehr schönen Verabschiedungsgottesdiensten unserer Kirchen in
Lengenfeld und Kirchheim/Teck, eine Einladung beim Lengenfelder Bürgermeister.
Auch ihm konnten wir von unserem Projekt erzählen. Außerdem waren wir bei
Danilos Onkel, der im Oktober schwer verunglückte. Wir haben ihn in der Reha
besucht und staunten, was er schon wieder alles kann. Er läuft sogar schon
wieder ein paar Schritte ohne Rollator. Seine körperliche Entwicklung ist ein
großes Wunder!
| bei unserem Verabschiedungsgottesdienst in Kirchheim/Teck |
| Besuch beim Lengenfelder Bürgermeister |
| Besuch bei Danilos Onkel |
Fünf Tage vor unserer Abreise kamen wir in Eppstein bei der Zentrale von WEC-Deutschland an. Die dort eingeplante Ruhe war dringend nötig. Wir nahmen gedanklich ausgiebig Abschied von Deutschland – Was werden wir vermissen? Was sollten wir noch einmal tun, essen, genießen? – und versuchten uns innerlich auf Kambodscha einzustellen – Auf was freuen wir uns? Vor was haben wir Angst/Respekt?
Außerdem konnten wir unser Auto zu einem
guten Preis verkaufen, was eine große Erleichterung war!
Am Flughafen „feierten“ wir dann endgültig
Abschied mit unserer Familie, die extra 370 km aus Sachsen anreiste. Viiiiielen
Dank nochmal dafür!!!
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| Abschied am Flughafen |
Es gäbe sicher noch vieles zu berichten, aber wir sind ja erst am Anfang hier. Gerne dürft ihr natürlich nachfragen, wenn ihr brennende Fragen habt.
Liebe Grüße,
Danilo & Hanna

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