Seit drei Wochen sind wir wieder in Siem Reap und schauen dankbar auf neun sehr schöne und sehr volle Wochen in Deutschland
zurück. Wir staunen, wie viel wir in dieser Zeit schaffen und wie viele
Freunde wir treffen konnten, müssen jetzt aber dringend zwei
Gänge runter schalten.
Besonders dankbar sind wir für die sechs Tage, die wir in Eppstein auf dem Gelände unserer sendenden Organisation WEC verbringen konnten. Wir wohnten bereits in der Wohnung, die wir ab
nächsten Sommer mieten werden. Die
Mädels konnten sich ihre Zimmer aussuchen und wir haben die Schulen und
Kindergärten besucht, die für sie in Frage kommen. Den größten Wechsel
wird Zoe vor sich haben. Von einer Schule mit 150 Schülern, wo sie fast
die Älteste ist, wird sie auf eine Schule mit 1200 Schülern wechseln, wo
sie eine der jüngsten sein wird. Wir haben uns auch für eine kleinere,
katholische Schule im Nachbarort beworben und hoffen, dass Zoe
dort aufgenommen wird.
Wir freuen uns, dass unsere Kinder die sechs Tage in Eppstein in
positiver Erinnerung behalten haben und ein gutes Gefühl mit unserer
Zeit dort verbinden. Zoe und Mia hatten dort auch ein Treffen mit der
Kinderschutzbeauftragten, wo sie eine
Übergangsbrücke gebastelt haben. Später haben wir uns als ganze Familie
nochmal mit ihr getroffen und konnten den bevorstehenden
Umzugsprozess und die zu erwartenden Emotionen kreativ besprechen.
Wir haben in den neun Wochen in Deutschland viele Dinge auf einer Liste
festgehalten, auf was wir uns in Deutschland freuen. Das war sehr
hilfreich, denn auf die Liste werden wir sicher in den kommenden Monaten
immer wieder zurückgreifen, wenn uns Traurigkeit wegen des
Abschiednehmens überkommt.
Zurück in Siem Reap brauchten wir alle ein paar Tage, um wieder
anzukommen und auch der Schulstart benötigte etwas Gewöhnungszeit. Wir
haben versucht das Leben so entspannt wie möglich anzugehen und werden
das auch noch ein paar Wochen tun.
Das bleibt allerdings eine Herausforderung, denn auf Danilo
warteten im Büro Berge an Arbeit. Er musste zwei Finanzberichte
nachholen und dann auch gleich noch den August-Bericht angehen. Außerdem
ist jetzt die Zeit, wo das Budget für 2026 erstellt und ein (Zeit-)Plan
für die Übergabe von Danilos Aufgaben erstellt werden muss.
Hanna hat ganz kurzentschlossen eine Coachingausbildung in der
Hauptstadt Phnom Penh angefangen und wird in den nächsten Monaten
regelmäßig für ein paar Tage dorthin reisen. Wir sind total dankbar für
diese Möglichkeit und für alles, was sie dabei lernen darf, besonders im
Hinblick auf unsere zukünftige Verantwortlichkeiten in Deutschland.
Direkt nach unserer Ankunft haben wir zwei Kurzzeit-Mitarbeiterinnen aus unserem Team in Siem Reap
verabschiedet und hatten schon manche Gespräche mit unseren
Teamkollegen über herausfordernde und neue Dinge, die sich in den
letzten zwei Monaten ereignet und entwickelt haben.
Wir sind dankbar, dass unsere koreanische Teamkollegin zugestimmt hat, die Teamleitung des Siem Reap-Teams
von uns zu übernehmen. Sie wird Anfang nächsten Jahres nochmal für 3,5 Monate nach Korea gehen und nach ihrer Rückkehr können wir dann die Aufgaben übergeben.
Ende September kommen mit dem gesamenten Kambodscha-Team im Nordosten Kambodschas zu unseren jährlichen Teamtagen zusammen. Hier werden u.a. wichtige
Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Dafür haben wir noch einiges
vorzubereiten. Da die Kinder eine Woche Ferien haben, werden wir etwas
eher fahren und länger bleiben, damit Hanna noch ein paar ihrer
Patienten dort in der Gegend besuchen kann.
Dankbar sind wir für die positiven Nachrichten vom Ehekurs. Es geht mit großen Schritten voran und es sieht tatsächlich so aus, dass wir ab Mitte Oktober einen Kurs starten können.
Die Überarbeitung des Ehekurses war zeitweise sehr herausfordernd für
uns. Ermutigt hat uns aber immer wieder das Lob und die Dankbarkeit des
Ehepaares, das den Kurs vor 20 Jahren mitgeschrieben hat. Erst kürzlich
schrieben sie uns das Feedback der kambodschanischen Übersetzerin, die
das Material von Englisch auf Khmer übersetzt. Sie ist total begeistert
und findet den neuen Kurs viel besser. Nun wünschen wir uns, dass dadurch Ehen und Familien in Kambodscha gestärkt werden.
Für den Kurs ab Oktober wünschen wir uns, noch zwei einheimische Ehepaare zu finden, die die Ehekurse in der Zukunft hier in
Siem Reap weiterführen.
Nun wünschen wir euch noch einen schönen Spätsommer und dass ihr den Herbst in
vollen Zügen genießen könnt. Bei uns schüttet es hier derzeit oft wie
aus Kübeln, wodurch wir in manchen Nächten sogar ohne Ventilator
schlafen. Das tut gut.
Schreibt uns gerne was euch bewegt! Wir freuen uns, von euch zu hören.
Herzliche Grüße,
Hanna & Danilo, mit Zoe, Mia & Lena



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