Montag, 9. Mai 2022

Neues von März und April



Nun rückt unsere Zeit in Deutschland immer näher und wir sind fleißig am Vorbereiten und Planen. Am 25. Juni werden wir in Deutschland ankommen. Voraussichtlich werden wir Ende Dezember wieder nach Kambodscha zurückkehren. Gerne könnt ihr uns kontaktieren, wenn ihr uns treffen möchtet. Wir freuen uns sehr viele von euch zu sehen!

Gott hat eure und unsere Gebete erhört. Hanna geht es langsam etwas besser. Sie hat nun die Hälfte der Schwangerschaft hinter sich gebracht und die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass mit Mama und Baby alles in Ordnung ist. Das ist ein Geschenk und nicht selbstverständlich!
Gott sei Dank kann Hanna nun wieder einige Physiotherapieeinsätze machen, auch wenn sie immer wieder ausprobieren und ausbalancieren muss, was machbar ist und wo sie kürzertreten sollte. Sie hat auch Einladungen in die Provinzen, doch können wir diesen erst nachkommen, wenn wir aus Deutschland zurück sind.
Zuletzt hat Hanna Kontakt zu einer katholischen Hilfsorganisation geknüpft, die in einige Provinzen fährt. So konnten wir einer 25-jährigen Frau zu einem Rollstuhl verhelfen. Ihre Mutter ist verwitwet und hat zwei Töchter. Die Zweite hat Zerebralparese (frühkindliche Gehirnstörung) und hatte bisher keine Möglichkeit das Haus zu verlassen. Ihr haben wir nun mit Hilfe der katholischen Hilfsorganisation zu einem Rollstuhl verholfen. Möge es eine Ermutigung für die ganze Familie sein. An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die uns finanziell unterstützten und es damit möglich machen, dass wir u.a. auch Hilfsmittel kaufen und weitergeben können!

Darüber hinaus konnte in den vergangenen Wochen ein anderes tolles Projekt abgeschlossen werden. In Siem Reap wohnt Sophanna, ein bekannter kambodschanischer Sänger, der Christ ist. Durch Kinderlähmung und einen Knochenbruch kann er fast ausschließlich nur auf dem Bauch liegen und sich mit einem Karren fortbewegen. Um von A nach B zu kommen hat er sich bisher am Moped seiner Frau festgehalten, die seinen Karren mit ihm auf dem Bauch liegend hinter sich herzog, was natürlich sehr gefährlich war. Ein Spender nahm Kontakt zu Hanna auf und fragte sie, ob sie sich darum kümmern könnte, dass Sophanna einen guten Rollstuhl erhalten kann. Nachdem Hanna Sophanna und seine Frau einige Monate besuchte und ihnen Übungen zeigte, war jedoch klar, dass ein Rollstuhl keine Option ist, da er nicht lange sitzen kann. Somit wurde entschieden, dass Sophanna einen neuen, viel leichteren und wendigeren Karren bekommen soll, sowie eine Art überdachtes Dreirad-Motorrad, in das er mit seinem Karren hineinfahren kann und mit dem er sich nun selbst fortbewegen kann. Hanna hat das ganze Projekt von physiotherapeutischer Seite begleitet und eine gute Beziehung zu Sophanna und seiner Frau aufgebaut. Obwohl das Projekt „Fahrzeug“ abgeschlossen ist, wird Hanna auch weiterhin mit ihnen in Kontakt bleiben und hofft, dass er noch viele Menschen ermutigen kann. Er selbst ist, obwohl er ein Waisenkind ist und eine Behinderung hat, unglaublich positiv und hat ein großes Herz für Menschen, denen es nicht gut geht.



Danilo freut sich, dass er einen ersten Einblick in die PCL-Finanzverwaltung bekommt. Er ist dabei sich einzuarbeiten und wir hoffen, dass er durch seinen Blick von außen, Veränderungsempfehlungen anbringen kann.
Im März war Danilo außerdem für zwei Tage in der Hauptstadt Phnom Penh, für ein Leitungstreffen unserer aussendenden Organisation. Sie lernen sich als Team immer besser kennen und genießen es, miteinander zu arbeiten.
Auch als Koordinator für Kurzzeitmitarbeiter wird es nicht langweilig. Er ist nun dabei den Einsatz von Evelien aus den Niederlanden gut abzuschließen. Außerdem gibt es neue, spannende Bewerbungen, denen wir gerne einen Einsatz in Kambodscha ermöglichen würden. Darüber hinaus, wäre es toll, wenn wir im kommenden Jahr jemanden finden würden, der Erfahrung hat im Filmen und Schneiden von Videos. Hanna hätte gerne professionelle Kurzvideos von Menschen mit Behinderung, die eine erstaunliche Karriere gemacht haben, bzw. ein einfaches, aber glückliches Leben leben, um dadurch zukünftig Menschen mit Behinderung, die keine Hoffnung für die Zukunft haben, zu ermutigen.

In Zoes Schulklasse wird die Zahl der Kinder nun immer kleiner, da einige Familien schon vor Schuljahresende für einen Besuch in die Heimat gehen. Sie wird das Schuljahr abschließen können und dann aller Voraussicht nach in Deutschland für ein paar Monate in die erste Klasse gehen. Parallel dazu, sollte sie aber auch etwas für die englische Schule hier tun, dass sie nicht total abgehängt ist, wenn wir nach Kambodscha zurückkommen.

Außerdem würden wir uns wünschen, dass Mia in Deutschland auch für ein paar Monate mit ihrer Cousine in den Kindergarten geht und planen, dass sie nach unserer Rückkehr Teilzeit in den Kindergarten von Zoes Schule geht.


Bald stehen weitere Abschiede für uns an. Unsere niederländischen Teamkollegen mit zwei Kindern und die niederländische Kurzzeitlerin kehren kurz vor unserer Abreise in ihre Heimat zurück. Besonders für unsere Kinder ist das schwer. Sie haben sie sehr lieb gewonnen und sind wie Familie für uns hier.

Ausflug mit unserer
niederländischen Kurzzeitlerin

Wir hoffen viele von euch in den nächsten Monaten zu sehen. Trotzdem freuen wir uns bis dahin von euch zu hören, wie es euch geht und was euch bewegt.

Herzliche Grüße,
Hanna, Danilo, Zoe & Mia
 

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