Die Zeit
vergeht und wir sind schon mitten in der Übergabe
all unserer Aufgaben in Bridge of Hope
(BOH). JungMi, die die Finanzverwaltung von Danilo übernimmt, findet gut in
ihrer Aufgabe hinein. Sie spricht kein Englisch und so musste die Übergabe in
Khmer passieren und das obwohl sie noch deutlich weniger Khmer kann als Danilo.
Doch sie hat in der Vergangenheit bereits im Bereich Finanzen gearbeitet, hat
somit ein Grundverständnis für Buchhaltung etc. und versteht deshalb die Abläufe
und Aufgaben schnell.
Wir freuen uns sehr darüber, wie das koreanische Team zusammen
mit dem neuen kambodschanischen Leitungsteam das Projekt weiterentwickelt. Es
ist toll, dass die Schule nun schon wieder zwei Monate öffnen konnte und in
allem wieder mehr Routine entsteht.
Jun, der
BOH-Leiter, wird unsere Aufgaben im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kontakte
zu Unterstützern übernehmen. Auch da konnten wir schon einiges übergeben.
Wir hoffen, dass die Registrierung von BOH
als eigenständiges kambodschanisches Hilfswerk bald abgeschlossen ist.
Solche Prozesse können in Kambodscha sehr lange dauern, doch wir beten um das
Wunder, dass es bis Ende März erledigt ist, sodass damit zusammenhängende Änderungen
im Bereich Buchhaltung und Administration noch gut von Danilo initiiert und
übergeben werden können.
Da wir uns
entschieden haben Ende März nicht nach Deutschland zu gehen (mehr zu den
Gründen weiter unten), planen wir die Monate April, Mai und Juni als Übergangszeit. Unser Vertrag mit BOH läuft
ja noch bis Ende Juni und es gibt noch einige Aufgaben, die wir in dieser Zeit
von zu Hause aus für BOH erledigen werden. Wir werden also nicht mehr
regelmäßig ins BOH-Büro gehen, sondern nur noch, wenn wir gebraucht werden,
wenn es Fragen oder Probleme gibt, oder wenn wir Dinge dort erledigen müssen.
Wir planen Ende
März alle BOH-Mitarbeiter zum Curry-Essen zu uns einzuladen und Ende Juni wird dann
die offizielle Verabschiedung sein.
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| Besuch des Babys einer BOH-Mitarbeiterin |
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| Krankenbesuch |
Mit den
(hoffentlich) weniger werdenden Arbeitsstunden für BOH in den kommenden
Monaten, wünschen wir uns, unsere sieben Jahre in BOH gut reflektieren und abschließen zu können und sind gerade noch auf
der Suche nach jemandem, der uns darin online unterstützen kann. Außerdem
wollen wir die Zeit nutzen, um uns fortzubilden.
Wir haben auch schon einige Träume, wenn wir an unsere Zeit nach BOH denken! Hanna möchte sich gerne mehr im physiotherapeutischen
Bereich einsetzten. Danilo würde weiterhin sein Know-how im Bereich Finanzen
und Administration zur Verfügung stellen und wenn möglich, darüber die Visa für
uns als Familie erhalten. Das Thema Ehevorbereitung liegt uns seit langer Zeit auf dem
Herzen. Oft heiraten hier Menschen, ohne sich (gut) zu kennen und sind nicht
gut vorbereitet auf das Leben als Ehepaar. Das bringt häufig viele Spannungen
und Leid in Ehen und Familien.
Obwohl wir nicht
kommuniziert haben, dass wir auf „Stellensuche“ sind, haben wir schon welche
angeboten bekommen. Ein guter Freund, der hier Landesleiter einer
internationalen Hilfsorganisation ist, fragte Danilo, ob er sich vorstellen
kann, sich bei ihnen im Bereich Finanzen und Administration einzubringen.
Darüber könnten wir als Familie ein Visum erhalten. Auch Hanna wurde
angefragt, ob sie sich als Physiotherapeutin in einer anderen Hilfsorganisation
einbringen könnte. Außerdem wurden wir eingeladen an einer Art Hochschule über Ehe und Ehevorbereitung zu lehren. Hanna und Marijke, die niederländische
Ergotherapeutin, würden gerne weiterhin regelmäßig in die Provinzen reisen, um
dort Therapie für
Menschen mit Behinderung anzubieten.
Ihr seht, es
gibt viele Möglichkeiten. Bis jetzt hatten wir aber noch keinen freien Kopf,
betend zu entscheiden, was für uns dran ist. Das werden wir hoffentlich im
April tun können. Eventuell können wir
euch im nächsten Blog im Mai genaueres berichten, wie es bei uns ab Juli weitergehen
wird.
Wir freuen
uns sehr auf die kommende Zwischenzeit. Wir hatten in den letzten Jahren sehr
wenig Zeit, um uns fortzubilden. Nun wollen wir die Zeit auch gern dafür nutzen.
Wie bereits
angedeutet, haben wir schweren Herzens entschieden, dieses Jahr nicht in den Heimataufenthalt nach Deutschland zu gehen. Die Gründe
sind folgende: Bei der Rückkehr nach Kambodscha müssten wir zwei Wochen in
Hotelquarantäne gehen, die für uns um die 4000€ kosten würde. Wir stellen es
uns außerdem sehr stressig vor, mit unseren zwei kleinen Kindern für zwei
Wochen das Hotelzimmer nicht verlassen zu dürfen und wir würden ihnen gern die (mindestens)
drei Corona-Tests ersparen, die sie machen müssten. Es sieht so aus, wie wenn
die Quarantänepflicht in Kambodscha dieses Jahr nicht aufgehoben wird. Falls
sie wider Erwarten doch aufgehoben wird, wäre ein Heimataufenthalt dann
trotzdem nicht mehr denkbar, da wir Mitte Juli ein neues Visum brauchen. Es ist
sehr unsicher, ob wir dieses bei der kambodschanischen Botschaft in Deutschland
bekommen würden und deutlich einfacher, es hier in Kambodscha zu verlängern. Auch
kommt Zoe im August in die Vorschule (was hier von den Inhalten her
gleichbedeutend ist mit der ersten Klasse in Deutschland und damit ein
wichtiges Jahr für sie ist) und es wäre schwierig das Land für einige Monate zu
verlassen, wenn wir gerade in neue Aufgaben starten.
Falls die
Quarantäneregelung aufgehoben wird, würden wir darüber nachdenken über
Weihnachten und Neujahr für einen Urlaub nach Deutschland zu gehen und dann
nächstes Jahr in den Heimataufenthalt.
Im Gegensatz
zu den Bedingungen in Deutschland, haben wir hier ja viele Freiheiten, wobei es
derzeit gerade wieder strikter wird und in einzelnen Provinzen die Schulen bereits
geschlossen sind. Nachdem Kambodscha offiziell so gut wie „Corona-frei“ galt,
haben Mitte Februar vier Chinesen die Wächter ihres Quarantänehotels bestochen,
um in Phnom Penh feiern zu gehen. Am Ende ihrer zweiwöchigen „Quarantäne“ wurden
sie dann positiv auf Covid-19 getestet und davon ausgehend gibt es nun wieder
steigende Fallzahlen. Aber hier in Siem Reap geht gerade (noch) alles seinen
gewohnten Lauf.
Wie geht es
euch? Was bewegt euch? Sind noch Fragen offen geblieben bei dem was wir
geschrieben haben? Meldet euch gerne! Wir freuen uns immer auch von euch zu
hören!
Alles Liebe,
Danilo,
Hanna, Zoe & Mia



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