Das
ist gerade ein Motto, das unser Leben in vielen Bereichen betrifft. Wir ordnen
unsere Aufgaben, schreiben Prozesse nieder und übergeben sie. Das ist sehr
hilfreich. Wir haben Zeit zu reflektieren, Dinge zu verbessern, bei betroffenen
KollegInnen noch einmal nachzufragen und sie dann geordnet zu übergeben. Es hilft
uns Dinge loszulassen und dann bei unserer Rückkehr nächstes Jahr gut
entscheiden zu können, welche Aufgaben wir wieder übernehmen und welche andere
machen können. Die meisten Dinge im Bridge of Hope (BOH)-Büro übergeben wir an
Matthew & Allysha, unser kanadischen Kollegen.
Die
JugendmitarbeiterInnen sind motiviert, die Jugendarbeit weiterzuführen, wenn
wir nicht da sind. Wir sind stolz auf sie, auch wenn wir wissen, dass es
herausfordernd werden wird. Gerade machen wir nach der Jugendgruppe immer eine
kurze Schulung für sie.
| Ein Teil der Jugendgruppe |
Seit
ca.
einem Monat ist die Zahl der Jugendlichen wieder deutlich angestiegen.
Nun kommen auch Jugendliche vom Stadtteil zur Jugendgruppe, die vorher
mit den
Jungs Fußball spielen.
Die größten Herausforderungen für unsere
Jugendlichen sind böse und gewalttätige LehrerInnen, der Drang Geld und viel Zeit in
Cafés mit Computerspielen zu stecken, sexueller Missbrauch und zu viel
Verantwortung zu Hause.
Hanna
übergibt nun auch die Organisation des Netzwerktreffens für Organisationen, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, an
eine kambodschanische Physiotherapeutin, die schon seit Beginn regelmäßig zu
den Treffen kommt. Mittlerweile treffen sich zehn Organisationen mit ca. 15-20
Personen monatlich. Nur eine Organisation kam trotz vieler Einladungen noch
nicht. Die meisten TeilnehmerInnen sind KambodschanerInnen, weshalb beim Treffen
hauptsächlich Khmer gesprochen wird.
| Fortbildung im Rahmen des Netzwerktreffens |
Im
Juli wird Hanna die vorerst letzte Schulung für Physiotherapeutinnen halten.
Sie hat die Zeit mit ihnen und in den Dörfern sehr genossen. Hanna will sie zum
Abschluss zum Essen einladen und ihnen eine Fortbildungsbescheinigung
übergeben.
Offen
bleibt auch noch die Frage, wie es für Hanna im Bereich Physiotherapie nach
unserem Heimataufenthalt weitergehen wird.
Unsere
Zeit in Singapur im Mai war sehr ermutigend. Wir hatten einen guten Mix
aus Treffen mit Bridge of Hope-UnterstützerInnen, Vorträgen über Kambodscha und
Erholung.
| Unterwegs in der Metropole Singapur |
| Vortrag für Bridge of Hope-UnterstützerInnen |
In den nächsten Monaten haben wir
noch Sprachprüfung am 20. Juli und Kambodscha-Konferenz unserer Organisation im August, wo wir
voraussichtlich als volle MitarbeiterInnen angenommen werden.
Auch
für den Heimataufenthalt sind noch einige Dinge zu organisieren, aber vieles
ist auch schon erledigt. Darüber freuen wir uns, denn das macht uns frei hier
alles gut abzuschließen, unsere Wohnung geordnet zu hinterlassen und uns
angemessen zu verabschieden.
Nun
sind wir schon 2,5 Jahre in Kambodscha und doch wundern wir uns immer
noch über so manches: Unser Nachbar hat den Vermieter gebeten, das Bett aus
seinem Zimmer zu räumen, um einen riesigen Tisch hineinstellen zu können, denn
er hat nun regelmäßige Treffen mit seinem Team. Auf unsere Frage, wo er denn
nun schläft, sagte er, er lege etwas Stoff auf den Tisch und schläft dann auf
dem Tisch.
Außerdem
fuhr Hanna letztens hinter einem Auto her, welches von der Polizei angehalten
wurde, um Geld zu kassieren. Nachdem sie gezahlt hatten, fuhren sie ca. 20m
weiter, die Tür ging auf, der Beifahrer warf zwei Wasserflaschen nach den
Polizisten, stieg wieder ein und sie fuhren weiter. Die Polizisten taten gar
nichts und Hanna war dankbar, dass sie auf dem Moped nicht von den Flaschen
getroffen wurde.
Ja,
wir lernen immer noch und denken, dass das wohl immer so weitergehen
wird. :)
Danilo
ist diesen Monat das erste Mal in seinem Leben ein 250cc-Cross-Motorrad
gefahren.
Auch Hanna hat ein neues Gefährt ausprobiert. Welches, seht ihr ganz
am Ende des Films über das Leben auf dem Land, den Danilo für seine Sprachklasse
aufgenommen hat:
Wir
freuen uns darauf, euch bald wieder zu sehen und würden uns freuen, von euch
vorher noch zu hören!
Liebe Grüße,
Danilo & Hanna
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