Samstag, 13. Dezember 2014

Veränderungen…


01. November 2014
…im Leben kann man positiv oder negativ erleben!
Unsere Arbeitssituation verändert sich gerade sehr und wir sehen positives, finden es aber auch anstrengend. Da unsere Projektleiterin Valeria im November für mindestens ein Jahr in den Heimataufenthalt nach Brasilien geht und ein kambodschanisches Leitungsteam die Leitung übernimmt, ändert sich gerade viel. Es gibt endlos viele Übergabetreffen. Danilo nimmt an vielen teil, denn er wird auch in Zukunft bei den Leitungstreffen dabei sein.
Außerdem haben wir einen neuen Mitarbeiter im Finanzbereich. Er muss eingearbeitet werden und einiges wurde verändert, um die Buchhaltung zu modernisiere und zu vereinfachen. Besonders am Anfang passieren viele Fehler und Danilo verbringt viel Zeit mit ihm.

Bonlü, der neue Büromitarbeiter

Auch in der Jugendgruppe gibt es Veränderungen. Wir spielen nun Sonntagmorgen Fußball und laden alle Schüler und Schülerinnen ein, die in BOH studiert haben, nun aber voll in die staatliche Schule integriert werden konnten.

Jugendgruppe beim Fußball spielen

Fahrradtour mit der Jugendgruppe

Nun endlich können wir das Familienpatenschafts-Programm von BOH vorstellen und veröffentlichen. Wir, und Hanna ganz besonders, haben sechs Monate hart daran gearbeitet und sind nun froh, dass der Startschuss endlich gefallen ist. Es hat Hanna einiges an Kraft und Nerven gekostet, aber wir hoffen und beten, dass es helfen wird, die finanzielle Situation von BOH zu stabilisieren. Auf der BOH-Website findet ihr weiter Informationen: http://www.bridge-of-hope-cambodia.org/de/get-involved/familien-patenschaften/

Auch im Bereich Physiotherapie gibt es Entwicklungen. Hanna gab einen ersten Massageunterricht für BOH-Angestellte, die darum baten. Im November wird Hanna für einen halben Tag mit kambodschanischen Physiotherapeuten in ein Dorf fahren, um ein behindertes Kind zu sehen, bei dessen Behandlung die Therapeuten Fragen haben. Die darauffolgende Woche wird Hanna dann eine Schulung für die Therapeuten geben. Geplant ist, dass sie das nun drei Monate machen wird. Eine an-schließende Evaluation mit der Organisation wird zeigen, ob und in wieweit sie weiter zusammenarbeiten werden.
Außerdem wird Hanna im Dezember ein Netzwerktreffen für Organisationen starten, die in Siem Reap mit Menschen mit Behinderung arbeiten. Sie hat viele Organisationen besucht und wurde deshalb gebeten diese Netzwerktreffen zu initiieren. Das wird ihr auch in der Zukunft helfen, noch besser herauszufinden, was die Nöte im Bereich Physiotherapie sind und wie sie sich effektiv einbringen kann.

Wir freuen uns sehr, dass sich so vieles entwickelt. Es ist eine aufregende Zeit. 
Herausfordernd für uns ist die Teamarbeit, besonders die Kommunikation. Wie können wir kommunizieren, dass wir richtig verstanden werden? Wie viel können wir sagen und einbringen, ohne dass wir alles vorgeben und es hilfreich ist? Wann sollten wir Dinge direktiv vorgeben und wann wäre es hinderlich? Wir wollen in BOH keine Leitung übernehmen, sondern die Leiter bestmöglich unterstützen.

Manche Leute machen sich Sorgen, dass wir uns überarbeiten, doch theoretisch arbeiten wir ja weiterhin nur halbtags und haben die andere Hälfte des Tages für Sprach- und Kulturstudium. Dies hatte sich in den letzten zwei Monaten etwas verschoben, aber wir hoffen, dass dies in den kommenden Wochen wieder besser wird.
Außerdem haben wir einen regelmäßigen freien Tag, den wir meist für sportlichen Ausgleich und relaxen in der Sauna und am Pool nutzen.

Im November hatten wir viel Besuch von unseren Teamkollegen aus Phnom Penh. Das haben wir sehr genossen, denn tiefe Freundschaften vermissen wir in Siem Reap immer noch. Doch wir merken auch, dass sich Kontakte vertiefen und Freundschaften wachsen. Des Weiteren werden im Dezember deutsche Freunde aus Phnom Penh nach Siem Reap ziehen. Und auch mit unseren neuen kanadischen Teamkollegen in Siem Reap unternehmen wir ab und zu etwas.
Ende September hatten wir außerdem wieder Besuch aus Deutschland: Paddy, aus unsere Gemeinde in Kirchheim/Teck hat uns sechs Tage beehrt und uns jede Menge tolle Sachen mitgebracht! Vielen Dank!

Paddy zu Besuch

Unsere kambodschanische Nachbarin ist eine sehr gute Freundin für Hanna geworden. Sie ist eine kambodschanische Waise, die als Haushälterin für eine Kambodschanerin arbeitet. Sie konnte die Schule nur bis zu 3. Klasse besuchen, weiß aber viel über kambodschanische Tradition und Glauben und ist eine sehr gute Lehrerin für Hanna. Sie zeigte ihr, wie man verschiedene Gerichte kocht, beantwortet viele ihrer Fragen und kommt auch so immer wieder auf ein Gespräch vorbei. Leider wird sie Mitte November mit ihrer Chefin zurück nach Phnom Penh ziehen.

unsere Nachbarin beim Kochkurs

Das waren erst einmal die neuesten Neuigkeiten von uns. Wir wünschen euch einen guten Herbst. Bei uns klingt die Regenzeit gerade aus (hier könnt ihr ein Froschkonzert hören, dass wir hier immer nach dem Regen hören können: https://www.youtube.com/watch?v=480vaHiovaw&feature=youtu.be). Die kalte Saison sollte nun starten, jedoch lassen die kalten Temperaturen noch auf sich warten. 

Liebe Grüße,
Danilo & Hanna

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